Beweiskraft gescannter steuerlicher Belege

 

Einige Online-Ausgaben bekannter Medien veröffentlichten kürzlich Meldungen, die geeignet waren, eine starke Verunsicherung bezüglich der Beweiskraft gescannter Belege zu erzeugen. In den Headlines finden sich Formulierungen wie „Streitfall“, „Rechtsstreit“ oder „Finanzamt zweifelt eingescannte Rechnungen an“.

Erst bei genauem Lesen wird deutlich, dass die Behauptungen von Unklarheiten lediglich Einzelmeinungen wiedergeben.

 

Der Kompetenzbereich ECM des BITKOM stellt demgegenüber fest, dass im Bereich der steuerrelevanten Unterlagen das Ersetzen der Papieroriginale durch gescannte elektronische Dokumente mit wenigen im Gesetz ausdrücklich genannten Ausnahmen vom Gesetzgeber gestattet, von der Finanzverwaltung anerkannt und in der Praxis weit verbreitet ist. Die dabei einzuhaltenden Regeln sind klar definiert. Unsicherheiten bezüglich des Beweiswerts solcher Dokumente gibt es im Finanzverwaltungsverfahren nicht und hat es auch in der Vergangenheit nicht gegeben.

 

(BITKOM, 17.10.2013, Stellungnahme Beweiswert Erhaltendes Scannen.pdf)